Objekt des Monats

aus dem Museum der Sternwarte Kremsmünster

Oktober 2013


Bodenthermometer
Quecksilber-Bodenthermometer für 1m Tiefe,
Quecksilber, Glas stickstoffgefüllt, Kupferblech, Aluminiumblech, Ulmenholz
Gesamtlänge : 117cm , max Durchmesser : 8cm, Stangendurchmesser: 4 cm
Inv.-Nr.: 13122122
Foto: P. Amand Kraml


Quecksilber-Bodenthermometer für 1 Meter Tiefe

Bodenthermometer
Thermometer-Einsatz
Foto: P. Amand Kraml
Bodenthermometer
Typischer Jahresverlauf der Bodentemperatur in 1m Tiefe gemessen an unserer Wetterstation
An manchen Wetterstationen sieht man sie noch im Einsatz, bei uns sind sie 1987 mit Einrichtung der TAKLIS (=Teilautomatische Klimastation) ins Museum gewandert - die Quecksilber-Stangenthermometer für 50 cm und 1 m Tiefe. Die beiden tiefsten Thermometer waren an abgerundeten achteckigen Holzstangen montiert und wurden zur Ablesung aus ihrer Röhre im Boden gezogen. Das am unteren Ende der Stange eingelassene Thermometer hat ein großes zylindrisches Quecksilbergefäß. Der aus der Stange herausragende Quecksilberbehälter ist mit einer Schutzkappe aus Kupfer umgeben. Diese Kupferkappe berührt den Erdboden. Der Messbereich des aus Jenaer Normalglas gefertigten und mit Stickstoff gefüllten Thermometers erstreckt sich von -15° bis +30°
Tagtäglich wurden dreimal die Bodentemperaturen abgelesen. Dies geschah zu den Klimaterminen. Diese wurden schon 1780 durch die Societas Meteorologica Palatina in Mannheim auf 07:00, 14:00 und 21:00 Uhr Ortszeit, die sogenannten Mannheimer Stunden festgelegt. Mit 1. 1. 1971 änderte man in Österreich die Klimatermine auf 07:00, 14:00 und 19:00 Uhr MOZ. Heute werden die Bodentemperaturen mit elektronischen Fühlern gemessen und die Daten stehen so wie von fast allen Klimaelementen minütlich zur Verfügung.



Quellen und Literatur:

Gutmann, Josef 1948: Beobachtungs- und Meßmethoden des Wetterdienstes (Anleitung zur Ausführung und Verwertung meteorologischer Beobachtungen) ZAMG Publikation Nr. 158, Wien



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(c) P. Amand Kraml 2013-12-12
Letzte Änderung: 2014-01-02