Uranoskop
Gusseisen, Messing, Stahl
Inv. Nr. 17090932, Globusdurchmesser: 16 cm, Höhe: 39 cm
Foto: P. Amand Kraml (202506282182)
Uranoskop von Josef Georg Böhm, Prag 1860
Auffe schaun
Sternderl schaun
Wast wos, wir picken uns an raus
Irgend an
Wie wär's mit dem da über uns
Dem frechen klan?
Ein Sternderl aus der ungeheuren Menge an dem blauen Himmelszelt herauszupicken, das ist nicht nur der Wunsch des Liedermachers Ludwig Hirsch.
Und wenn man dann einen Stern hat, der (d)einen Namen trägt, wie kann man ihn wohl in ein paar Tagen wiederfinden? Nun unser Gerät könnte da vielleicht hilfreich sein. Einmal richtig eingestellt, kann man bereits bekannte Sterne finden. Man könnte sich jedoch auch selbst einen auf der Kugel markieren.
Aber das haben wir ja schon einmal angedeutet.
Wir haben bereits als Objekt des Monats Juli 2022 ein Uranoskop von Böhm gezeigt.
Es war dort das kleinere von unseren beiden Geräten. Dieses größere Uranoskop hat
durch eine Erbschaft 1896 den Weg in unsere Sammlungen gefunden. Es ist das Uranoskop der relativ preiswerten Version,
die bei Lehmann in Prag 1860 um 39fl angeboten wurde. Es ist die Ausführung mit den deutschen Sternennamen.
Die Inschrift auf der Südhalbkugel im Sternbild Schiff Argo sagt: Dr. Böhm - Farský Lith.
Der Mechniker, der das Gerät herstellte, ist auf der Unterseite des Kalenderkreises vermerkt: W. GRUND IN PRAG.
Quellen und Literatur:
ANONYMUS 1860: Erschienene Neuigkeiten des österr. Kunsthandels, in: Oesterreichische Buchhändler-Correspondenz, Nr. 28 Wien, am 1. Oktober 1860, Wien, 154
BÖHM, J. G. o. J.: Beschreibung des Uranoscop's und Anleitung zu dessen vollständigem Gebrauche, das ist zur leichten, genauen und sichern Kenntniß des gestirnten Himmels und seiner Wunder, Innsbruck